Fünf Fragen an Alexander Schmid

1. IMMOBILIENFORUM: Sehr geehrter Herr Schmid, warum ist unser Landkreis so attraktiv für die Wirtschaft?
Alexander Schmid: Wir haben das Privileg in einer der landschaftlich attraktivsten Regionen Deutschlands zu leben. Dies spielt auch beim Thema Fachkräftegewinnung eine immer wichtige-re Rolle. Zudem sind wir nahe an München – einer der wirtschaftlichen Power Houses in Europa

2. IMMOBILIENFORUM: Sie haben den Begriff „Unternehmensorientierte Wirtschaftsförderung 2.0“ geprägt. Was verstehen Sie darunter?
Schmid: Die Belange der Wirtschaft finden zum Großteil direkt Ausdruck in all unseren Projek-ten. Wir arbeiten so nah und eng abgestimmt wie kaum eine Kreisentwicklungsfirma mit der Wirtschaft zusammen. Nicht umsonst ist ein Hauptgesellschafter der Unternehmerverband Landkreis Miesbach (UVM) mit mittlerweile fast 170 Mitgliedern aus allen Branchen in der Regi-on.

3. IMMOBILIENFORUM: Wie schreitet die Digitalisierung bei uns voran?
Schmid: Wir beobachten, dass sich viele Unternehmen erfreulicherweise zügig weiterentwi-ckeln. Die Betriebs- und Produktionsabläufe werden vielerorts angepasst, um auch in Zukunft eine starke Rolle auf dem Markt zu spielen. Außerdem nutzen einige Betriebe die Chance, selbst Technologien in diesem Bereich zu entwickeln, um so neue Marktfelder zu erschließen. Auf die-se Weise profitiert die ganze Region und bleibt auch weiterhin ein starker Wirtschaftsstandort.

4. IMMOBILIENFORUM: Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus? Können alle Lehrstellen besetzt werden?
Schmid: Der Landkreis Miesbach trägt das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ und bietet für den Nachwuchs und somit den Fachkräften von morgen eine hervorragende Bildungsinfra-struktur über alle Schularten hinweg. Die SMG fördert durch zahlreiche Projekte wie beispiels-weise einer Ausbildungstour oder dem Ausbildungskompass die Vernetzung von Schule und Wirtschaft. Die Ausgangssituation zum Berufseinstieg für Schulabgänger ist sehr gut, Probleme bei der Lehrstellenbesetzung werden an uns von Seiten touristischer Betriebe sowie bekannter Mangelberufe (z.B. Bäcker, Metzger) herangetragen.

5. IMMOBILIENFORUM: Welches Projekt plant die SMG in diesem Jahr?
Schmid: Wir möchten bei uns eine Innovationskultur etablieren. Wir haben viele innovative Un-ternehmen, deren Erfolgsgeschichten möchten wir zeigen. Gleichzeit treffen sich in unserer Re-gion viele kreative Köpfe, die ihre tollen Ideen bisher woanders umgesetzt haben. Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der diese Leute nicht das Gefühl haben, sie müssen nach München oder Berlin. Mit inspirierenden Formaten wie Barcamps, Coworkation oder als Partnerregion der Munich Creative Business Week wollen wir Begeisterung für die Chancen der Zukunft wecken.

Bild: Alexander Schmid; Quelle: SMG
BU: Alexander Schmid
Geschäftsführer Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach GmbH
www.smg-mb.de