Wohntrends 2017

Sie tragen sich mit dem Gedanken sich neu einzurichten? Dann sollten Sie diese Trends kennen.

In der Wohnindustrie sind Trends recht schnelllebig. Was heute „in“ ist, ist morgen schon wieder „out“. Wer nicht jeden Trend mitmachen will und sich in Sachen Einrichtung etwas neutraler hält, kann Trends schneller und kostengünstiger umsetzen. Gezielt gesetzte Farbakzente in den neusten Trendfarben sorgen schnell für eine ganz neue Wohnatmosphäre. Schon eine neue Tischdekoration, eine große Obstschale, Stühle ergänzt mit Hussen oder Stuhlkissen, lassen Ihren Wohnbereich wie neu aussehen. Auch darf gemixt werden, was das Zeug hält. Stilbruch? Kein Problem! Erlaubt ist, was gefällt – es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Auch 2017 setzt sich der Trend zur Natürlichkeit fort. Einerseits feiert der Landhausstil mit Natur-holzmöbel in schlichtem Design, weichen Oberflächen und Naturstein eine Renaissance. Andererseits konzentrieren sich Designer auf den skandinavischen Trend. Hier spielen helle Hölzer und helle Far-ben als Kombipartner zu den neuen Einrichtungstrends eine wichtige Rolle.
Was generell geblieben ist, ist die Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden, das Zuhause als Wohl-fühlort und Rückzugs-Oase für Entschleunigung und Entspannung zu gestalten. Marketing-Experten propagieren 2017 hier den skandinavischen Begriff „hygge“ (= Wohlbefinden). Ob eine Vintage-Lampe, die warmes Licht gibt, ob ein flauschiger Teppich, der an manchen Tagen kalte Füße wärmt oder ein eleganter Sessel, der zum Entspannen einlädt.

Trend 1: Offene Wohnräume
Diese Aufteilung ist eigentlich nicht neu, denn Räume, wie Küche, Esszimmer und Wohnbereich zu verknüpfen, liegen bereits seit einigen Jahren im Trend. Und der bleibt! Immer häufiger sind Schlaf-zimmer und Bad in einem Raum zu finden. Und manchmal befinden sich auch schon die Schlafzim-mer in offenen Wohnbereichen, wo nur visuell durch Raumteiler eine Privatsphäre geschaffen wird. Im Rahmen von Neubauten oder Sanierungen sollte großzügig geplant und vor allem im Erdgeschoss große Räume geschaffen werden.

Trend 2: Vernetztes Zuhause
Die Digitalisierung hält immer weiter Einzug ins traute Heim. Küchengeräte und Möbelstücke werden per Smartphone bedient und gesteuert. Nach Rollläden und Beleuchtung erreicht die digitale Vernet-zung 2017 auch die Küche – von der App, mit der sich von unterwegs der Backofen vorheizen lässt, bis zum intelligenten Küchenhelfer, der Kochrezepte mit Einkaufslisten und Video-Anleitungen be-reithält. Auf der Seite der Hardware überzeugen die neuen Küchenkonzepte mit ins Kochfeld inte-grierten Dunstabzugsmechanismen und großzügigen, freistehenden Küchenblocks.
Auf der imm Cologne 2017 präsentierten erste Polstermöbelhersteller zudem Sessel und Sofas, die per Smartphone verstellt werden. Integrierte, per Smartphone steuerbare Lautsprecher verwandeln Sitzmöbel zum Klangkörper, während sich das Smartphone über eine Schnittstelle aufladen lässt.

Trend 3: Möbel
Neben Naturholzmöbel sind Möbel in samtiger Optik und plüschige Möbel in knalligen Farben wie Grün, Orange oder Lila angesagt. Dabei lassen sie sich sowohl in einer klassischen Einrichtung integ-rieren als auch mit ganz modernen Stilen wie dem Retrodesign oder Industrielook mischen. Ein wei-terer Trend ist die Kombination von Küchenmöbeln mit gemütlichen, weichen Wohnmöbeln und umgekehrt wie bequeme Essbänke oder Sessel am Esstisch. Wer ansonsten seine Wohnräume be-reits puristisch eingerichtet hat, liegt richtig. 2017 finden wir in der Möbelauswahl dezente und ge-radlinige Formen, die an Designklassiker des 20. Jahrhunderts oder den Bauhaus-Stil erinnern. Dazu kommt beispielsweise die Kombination von natürlichem Holz mit schwarzem oder weißem Metall: Schlanke Füße aus dunklem Metall verleihen dem Holz einen härteren, puristischen Look, weiße Bei-ne sorgen dagegen für Eleganz.

Trend 4: Tisch und Beistelltisch
Esstische als zentraler Treffpunkt für Familie und Freunde werden immer größer. Dabei setzen sich massive Holzplatten als Material durch. Oft lassen sich noch die Maserungen des Baumstamms er-kennen – die Platte wirkt, als komme sie direkt aus dem Wald. Auch die Form des Tisches orientiert sich oft am Holz. Trendy bei Beistelltischen sind Beton, Marmor, Granit oder andere Natursteine. In Kombination mit hölzernen Beinen oder eingefasst in glänzendes Metall, ergibt das einen schönen Bruch. Und: Warum nur einen Beistelltisch in die Wohnung stellen, wenn man doch zwei haben kann. dabei werden sie in der Gruppe arrangiert, am liebsten als Paar.

Trend 5: Hausbar
Auch Schränke mit versteckter oder offen sichtbarer Bar sind wieder im Kommen. Die Hausbar dient zur Befriedigung einer aktuellen Grundstimmung in der Gesellschaft, der Rückkehr zur Gemütlichkeit und eignet sich hervorragend, um einen guten Drink zu zelebrieren.

Trend 6: Licht
Lampen sollen auffällig sein und müssen sich nicht verstecken, auch das hat die IMM 2017 gezeigt. Vor allem runde Lampen sind wieder im Kommen. Dabei kann der Stil unterschiedlich sein. Web-stuhl-Lampen wirken gemütlich und natürlich, Moderne und Tradition verbinden dagegen Modelle aus Holz und Glas. Pendelleuchten hängt man übrigens jetzt in Gruppen, zum Beispiel über dem Ess-tisch und über den Beistelltischen in der Ecke. Ideale Kandidaten sind Glühbirnenleuchten sowie schlichte Lampen aus Beton, Glas oder Korb. Im Bad hingegen leuchten feine LED-Lichtleisten, die direkt in Badmöbeln verbaut werden und schönes Akzentlicht verbreiten.

Trend 7: Materialien
Holz und Metall sind schon seit einigen Jahren eine trendige Mischung, wenn es um Tische, Stühle oder Regale geht. In diesem Jahr ist die Kombination von Holz mit schwarzem Metall in. Es verleiht dem Holz einen härteren Look, lässt es modern und gleichzeitig puristisch aussehen. Dieser Indust-rielook kommt besonders mit edlen Harthölzern edel daher und lässt jeden Raum modern und gleichzeitig schlicht wirken. Eiche, Buche und Nussbaum sind die beliebtesten Hölzer, gerne auch unbehandelt, lassen sich gut kombinieren. Weitere Materialien, an denen 2017 kein Weg vorbei-führt, sind Wolle und Filz. Sitzmöbel strahlen mit einem hochwertigen Stoffbezug gleich mehr Ge-mütlichkeit aus. Kissen und Wohnaccessoires mit einem Bezug aus Strick, Filz oder Wolle wirken warm und einladend.

Trend 8: Fliesen
Wer letztes Jahr Küche oder Bad komplett renoviert hat, kann aufatmen – die Fliesentrends 2016 haben auch im nächsten Jahr noch Bestand. Natursteine kommen sicher nicht so schnell aus der Mo-de, auch gemixte Fliesenbilder und dezent eingesetzte Vintage-Elemente sind nach wie vor aktuell. Immer beliebter werden auch die sogenannten Mimikryfliesen, die Materialen wie Stein, Holz, Metall oder auch Leder verblüffend authentisch nachahmen.

Trend 9: Deko
2017 ist fast alles erlaubt: Wer gern mit Farben dekoriert, kann sich in diesem Jahr mit den neuen Trendfarben austoben. Angesagt sind Wohnräume, die Ton in Ton gestaltet sind. Wandfarben, Pols-termöbel, Teppiche und Deko-Objekte bewegen sich innerhalb derselben Farbfamilie und geben dem Raum ein harmonisches Gesamtbild. Generell sind Individualität und Kreativität angesagt. Mit außer-gewöhnlichen Dekorationen werden farblich wie auch stilistisch Kontrapunkte gesetzt. So passt zum erdfarbenen Sofa auch in diesem Jahr die buntgemusterte Kissenschlacht, Kitsch gesellt sich ganz natürlich und unkompliziert zu Eleganz und Purismus. Auch Rosenmuster und die dazugehörigen Farben erleben in Tapeten, Möbeln, auf Bettwäsche und Tischdecken gerade ein Comeback. Wäh-rend viele Deko-Elemente ebenso wie die neuen Möbel eher puristisch anmuten und sich auf ein minimalistisches Design beschränken, sprühen andere geradezu vor Extravaganz. Interessant wird es, wenn Sie die beiden Stile mischen. Ein opulenter Kerzenleuchter in einer ansonsten minimalistischen Wohnwelt sorgt für einen spannenden Stilbruch. Hinzu kommen kleine Gewächshäusern aus Glas, mit denen Sie zudem die Natur ins Haus holen und einen vollkommen individuellen Lebensraum schaffen.

Trend 10: Farben
Bei den Farben sind sich die Designer nicht ganz einig. Mal heißt die Trendfarbe Gelb, mal Blau, mal Grau, Schwarz und Kaffee, mal Pastell. Einig sind sie sich, dass Grün eine gewisse Dominanz hat. Das liegt daran, dass das renommierte Farbunternehmen Pantone das grasgrüne „Greenery” zur Farbe des Jahres erkoren hat. Allerdings setzt man auch auf dunkle Nuancen. Das helle Weiß zieht sich aus dem Wohnraum weitgehend zurück, bleibt aber als Grundfarbe für Wände und gerade Oberflächen erhalten. Zunehmend beliebt werden individuelle Wandgestaltungen in Form eigens designter Tape-ten und auch Fototapeten finden sich zunehmend in deutschen Wohnungen. Wer es auffällig und plakativ mag, wählt den Colour-Blocking-Stil. Hier kombiniert man zwei kräftige Uni-Töne wie Petrol-blau zu Mokka-Braun.